Die volatilen Märkte und die anhaltenden Unsicherheiten klassischer Anlageformen stellen viele Investoren vor neue Herausforderungen. Sparprodukte verlieren an Wert. Aktien und Anleihen entkoppeln sich zusehends von fundamentalen Bewertungsmaßstäben und werden immer mehr vom geopolitischen Geschehen beeinflusst. Deshalb sind viele Anleger auf der Suche nach verlässlichen und weniger marktabhängigen Renditequellen.
Solch eine alternative Investmentart stellt der FORIS Centris Prozessfinanzierungsfonds I dar. Dabei handelt es sich um einen spezialisierten Fonds, der aussichtsreiche Rechtsstreitigkeiten in Europa gegen Erfolgsbeteiligung finanziert. Im Erfolgsfall partizipiert man an den Prozesserlösen. Für den ein oder anderen Anleger bietet das eine gute Portfolio-Diversifikation, aber für wen genau?
Was ist Prozessfinanzierung?
Für Kläger handelt es sich bei der Prozessfinanzierung um einen Vorgang, bei dem der Finanzierer – in diesem Fall der Fonds – die Prozesskosten sowie das damit verbundene Risiko des Rechtsstreits übernimmt. Im Erfolgsfall erhält der Fonds nicht nur vorab seine Kosten erstattet, sondern auch einen Anteil am Prozesserlös.
Für Investoren ist solch eine Prozessfinanzierung eine eigene Anlageklasse. Mit dem traditionellen Anlagemarkt korreliert diese Anlageklasse kaum. Außerdem sind atemberaubende Renditen möglich, was Prozessfinanzierungfonds für viele professionelle Anleger auch so interessant macht.
Der FORIS Centris Prozessfinanzierungsfonds
Die FORIS AG ist einer der erfahrensten Anbieter im Bereich der MidCap-Prozessfinanzierung im deutschsprachigen Raum mit ansehnlichem und über Jahrzehnte gereiftem Track Record. Im Durchschnitt werden 73% aller prozessfinanzierten Fälle erfolgreich beendet. Erfolgreiche Fälle erwirtschaften im Schnitt ein Multiple von 3x auf das eingesetzte Kapital. Durch den Fonds wird eine einzigartige Streitwert-Bandbreite im Markt finanziert: Fälle werden in der Regel ab 100.000 Euro bis nunmehr weit über 100 Mio. Euro Streitwert finanziert.
Prozessfinanzierung spielt renditetechnisch schon lange ganz vorne in der ersten Liga mit: Die Multiples auf das eingesetzte Kapital übertreffen sogar diejenigen von Private-Equity Investments. Mit dem neuen FORIS Centris Prozessfinanzierungsfonds wird professionellen Anlegern aus Deutschland, Österreich und Liechtenstein eine Möglichkeit geboten, an einer unabhängigen Anlageklasse teilzunehmen. Dabei stellt der Fonds Kapital zur Finanzierung aussichtsreicher Gerichts-, Schieds-, Sammelklage- als auch Einzelklageverfahren bereit und partizipiert im Erfolgsfall an den erzielten Prozesserlösen.
Die potenziellen Verfahren werden vorab sorgfältig ausgewählt. Nur Fälle mit einer klaren rechtlichen Ausgangslage, angemessenen Kosten-Rendite-Verhältnissen und einer zahlungskräftigen Gegenpartei werden tatsächlich finanziert. Durch eine breite Streuung über verschiedene Verfahren soll außerdem das Risiko einzelner Prozessausgänge reduziert werden. Investitionsfokus des geschlossenen und quartalsweise ausschüttenden Fonds ist überwiegend Zentraleuropa und vor allem Fälle mit Streitwerten jenseits von 25 Mio. Euro sind für die Finanzierung interessant.
Rendite wird vor allem durch die Gewinnbeteiligung an gewonnenen Verfahren gemacht. Ein Fallinvestment geht über mehrere Jahre (bis zu 4 Jahre). Der Fonds erwartet eine durchschnittliche Jahresrendite von stattlichen 20% p.a. – wohlgemerkt ohne Leverage. Die Performance Fee bezieht sich dagegen fairerweise nur auf den Kapitalrückfluss, der über 8% jährlich hinausgeht.
Ein konkretes Beispiel:
Der Fonds investiert 2,3 Mio. Euro in einen kartellrechtlichen Fall. Damit die Ansprüche gebündelt geltend gemacht werden können, werden sie an eine Zweckgesellschaft (englisch Special Purpose Vehicle – SPV) abgetreten.
Die Schadensberechnung geht von maximal 70 Mio. Euro Prozesserlös über die Verfahrensdauer von 4,5 Jahre und 2 Instanzen aus. Sofern der Fall verloren geht, gleicht das Investment dann einem Totalverlust. Andersherum kann der Fonds bei einer Investition in Höhe von 2,3 Mio. Euro und vollständig obsiegendem Urteil – das Gericht spricht also 100% der Schadenssumme zu, was den 70 Mio. Euro entspricht – überproportional profitieren.
In dieser Konstellation würde das Investment von 2,3 Mio. Euro bei einer angenommenen Erlösbeteiligung in Höhe von 30% letztlich einen Erlös für den Fonds von knapp 21 Mio. Euro versprechen. Das entspricht wiederum einem Multiple on Commitment von nahezu unglaublichen 10x.
Die Vorteile des FORIS Centris Fonds
Die Vorteile des Prozessfinanzierungsinvestments haben wir einmal kurz und bündig aufbereitet:
- Unkorrelierte Anlage: Es handelt sich um eine Anlage, die keine Abhängigkeit von makroökonomischen Entwicklungen oder Kapitalmärkten hat.
- “Allwetter” Investment: Rechtsstreitigkeiten werden immer, egal in welchem Marktumfeld, geführt.
- Geregelter Exit: Die Realisierung der Gewinnerlöse ist rein verfahrenstechnisch gelöst. Man benötigt also keine IPO oder Merger Exitevents.
- Asymmetrisches Erlöspotenzial: Das Erlöspotenzial ist ein Vielfaches des benötigten Investments je Fall.
- Hohes Renditepotenzial: Dieses liegt in der Regel nämlich bei 10-30 %.
Der wohl größte Vorteil ist: „Der Fonds bietet vor allem für europäische Investoren Transparenz und passende Strukturen, da es sich um einen regulierten europäischen Fonds handelt“, so Harald Steinbichler von axessum. Steinbichler hat alle Beteiligten innerhalb eines Jahres für die Auflegung eines solchen Fonds an einen Tisch gebracht und ist für die Investorenbetreuung zuständig.
Erwähnenswert ist demgegenüber, dass semiinstitutionelle Investoren bei Anteilsklasse B ein Mindestinvestment von 250.000 Euro aufbringen müssen, weshalb sich dieser Prozessfinanzierungsfonds auch nur an professionelle Anleger richtet. Anteilsklasse A sieht sogar eine Mindestzeichnung von 1 Mio. Euro vor. Die Fondslaufzeit beträgt 7 Jahre mit einer Verlängerungsoption um weitere zwei Jahre. Das Investitionskapital könnte also bis zu 9 Jahre gebunden sein. Ein Ausstieg ist in dieser Zeit nicht möglich. Man sollte sich das also unbedingt vergegenwärtigen.
Für wen eignet sich der FORIS Centris Fonds?
Die Renditechancen bei Investmentfonds sind riesig, aber Fonds wie jener von FORIS Centris eignen sich auch ausschließlich für professionelle Anleger aus Österreich, Deutschland und Liechtenstein. Man benötigt nämlich ausreichend Kapital, um an diesem Renditefonds teilnehmen zu können. Privatanleger sind nicht Zielgruppe des Fonds.
Man sollte außerdem nur Kapital investieren, auf das man nicht kurzfristig angewiesen ist. Denn Gerichtsverfahren können mehrere Jahre andauern. Die Kapitalbindung bei diesem Fondsinvestment von bis zu 9 Jahren in Summe ist ein angemessener Zeitraum. Besonders geeignet ist der FORIS Centris Prozessfinanzierungsfonds daher für Investoren mit einem mittel- bis langfristigem Anlagehorizont.
Für die Portfolio Diversifikation kann der FORIS Centris Fonds als stabilisierende Beimischung genutzt werden. Denn durch die quasi nicht vorhandene Korrelation mit Anlageklassen wie Aktien oder Anleihen bietet der Fonds das Potenzial, Schwankungen zu reduzieren und die Risikostruktur des Portfolios insgesamt zu verbessern. „Insbesondere Family Offices, Vermögensverwalter oder Endowments sollten sich diesen Prozessfinanzierungsfonds anschauen.“, sagt Steinbichler.
So geht Prozessfinanzierung
Im Fall des FORIS Centris Prozessfinanzierungsfonds haben die Investments in der Regel einen Streitwert ab 25 Mio. Euro. Zudem ist angedacht, das Portfolio auf etwa 25 Fälle aus unterschiedlichen Rechtsgebieten aufzuteilen. Als Gesamtvolumen des Fonds sind 50 Mio. Euro anvisiert.
Fachberater FORIS selbst hat zurzeit 7-In-House-Anwälte, die auf verschiedenen Rechtsgebieten spezialisiert sind. Mindestens 10% des Fondsvolumens werden außerdem von FORIS als Ankerinvestor selbst investiert. Centris Capital komplementiert die Prozessfinanzierungsexpertise von FORIS durch langjährige Erfahrung im Fonds- und Portfoliomanagement und hat insbesondere die nicht weniger anspruchsvolle Aufgabe, die juristisch vorselektierten Fälle von FORIS zu analysieren und wirtschaftlich zu modellieren.
Insgesamt betrachtet bietet dieser noch junge Prozessfinanzierungsfonds eine gute Möglichkeit, um hohe Renditen zu erzielen. Immerhin sprechen wir von Fällen im zweistelligen Millionen-Bereich.
Prozessfinanzierungsfonds als sinnvolle Portfolioergänzung?
Prozessfinanzierung bietet Anlegern eine interessante und einmalige Möglichkeit, das eigene Portfolio um eine weitgehend unkorrelierte und alternative Anlageklasse mit hohem Erlöspotential zu erweitern. Dabei bietet der FORIS Centris Prozessfinanzierungsfonds die Möglichkeit, sich an aussichtsreichen Rechtsstreitigkeiten in kontinentaleuropäischen Ländern zu beteiligen. Schwerpunkt wird die DACH-Region sein. Der FORIS Centris Fonds erwartet eine jährliche Rendite von 20%.
Ab einer Rendite von 8% wird 80% der Überrendite an den Investor und 20% an Asset Manager Centris Capital verteilt. Letztlich wird die Expertise von FORIS mit einer strukturierten Investitionsstrategie kombiniert, was diesen Fonds so interessant macht. Das Projekt aus dem Hause FORIS und Centris Capital klingt also vielversprechend.
Die Prozessfinanzierung, das wollen wir unbedingt noch einmal erwähnen, ist komplett unabhängig von traditionellen Kapitalmärkten. Außerdem lässt sich durchaus sagen, „gestritten wird immer“ – meint auch Steinbichler.
Doch Achtung: Wie bei allen anderen Anlageformen empfehlen wir stets eine individuelle, professionelle Beratung, um die Eignung des Fonds im persönlichen Portfolio zu prüfen und eine fundierte Investmententscheidung zu treffen. Weitere Informationen zum Fonds und den Ansprechpartnern erhält man hier.
Haftungsausschluss: Bitte beachten Sie, dass die in unseren Beiträgen enthaltenen Informationen stets nur journalistische Publikationen darstellen. Sie dienen ausschließlich der allgemeinen und unverbindlichen Information und stellen ausnahmslos und zu jeder Zeit unsere persönliche Meinung und Einschätzung dar. Insbesondere handelt es dabei um keine rechtliche, steuerliche, finanzielle oder professionelle Beratung jeglicher Art. Wir empfehlen Ihnen, sich rechtlichen oder sonstigen unabhängigen professionellen Rat bei Bedarf einzuholen.


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