Ein Prozess kostet viel Zeit und Nerven, aber am meisten wohl Geld, denn Gerichtsverfahren sind teuer. Nicht immer ist der Besuch bei einem Anwalt unmittelbar mit einem Rechtsstreit verbunden, doch auch dieser kann hohe Rechnungen verursachen. In beiden Fällen gibt es trotz klarer Lage immer auch ein unkalkulierbares Risiko. Das müssen Mandanten einplanen und von vornherein einkalkulieren.
Damit das anstehende Verfahren vor einem Gericht und die damit verbundene Vorbereitung mit dem Anwalt nicht zum finanziellen Ruin werden, können Kryptowährungen eingesetzt werden. Durch die Einführung digitaler Währungen wie des Bitcoins ist ein neues Finanzsystem entstanden. Zusammen mit den daraus resultierenden Finanzprodukten greifen Verbraucher jetzt auf interessante Finanzierungsmöglichkeiten bei Rechtsstreitigkeiten zu.
Ich habe noch keine Kryptowährungen – was tun?
Haben Sie bereits einen Anwalt gefunden, der einer Bezahlung mit Kryptowährungen zustimmt? Aber bisher haben Sie keine Kryptowährungen genutzt oder gehandelt? Dann benötigen Sie zunächst eine Krypto-Wallet. Mit dieser können Sie gekaufte Kryptowährungen aufbewahren. Über die verschiedenen Sicherheitsvorkehrungen im Zusammenhang mit digitalen Geldbörsen müssen Sie sich ausführlich informieren, bevor Sie loslegen.
Abhängig von der Kryptowährung, die der Anwalt akzeptiert, kaufen Sie diese entweder über eine Krypto-Börse oder durch den direkten Handel mit einem anderen Krypto-Besitzer, zu finden auf sogenannten P2P-Exchanges. Die Bezahlung beim Handel mit Kryptowährungen erfolgt entweder gegen Euro, das wird auch als Fiat bezeichnet. Oder Sie kaufen zunächst einen Stablecoin wie den USDT von Tether oder den USDC von Circle. Beide sind an den US-Dollar gekoppelt.
Abhängig von der Vereinbarung mit Ihrem Anwalt tätigen Sie dann eine Überweisung der Anzahlung oder der Gesamtsumme von Ihrer Krypto-Wallet auf die Wallet des Anwalts. Diese hat eine einzigartige Adresse, die Ihnen der Anwalt auf Nachfrage mitteilt. Stellen Sie sicher, dass Sie Ihren Anwalt nicht einfach blind mit Kryptowährungen bezahlen. Sie sollten sich mindestens einmal vorher persönlich in der Kanzlei des Anwalts getroffen haben und sich ausführlich über ihn informieren.
Ich habe schon Kryptowährungen – wie geht es weiter?
Sollten Sie bereits Kryptowährungen besitzen, prüfen Sie zunächst, welchen Coin Ihr Anwalt für die Bezahlung vorsieht. In der Regel dürfte das Bitcoin sein, aber auch Ethereum ist häufig möglich. Transferieren Sie wie oben beschrieben die angeforderte Summe in Coins an die Wallet-Adresse des Anwalts. Auch hier gelten die beschriebenen Sicherheitsvorkehrungen.
Prozessfinanzierung mit Kryptowährungen – ist das möglich?
Eine weitere interessante Möglichkeit der Prozessfinanzierung entsteht durch das Beleihen der Kryptowährungen in ihrem Besitz. Dazu ermöglichen zahlreiche Prozessfinanzierer auch, ihre Kryptowährungen als Sicherheit zu verwenden. Sie können den Anspruch aber auch abtreten, hierfür gibt es ebenfalls spezielle Anbieter. Informationen dazu finden Sie im Artikel.
Ganz ohne finanzielle Risiken können Prozesse finanziert werden, wenn Anspruchsinhaber einen Partner wählen, der anhand dreier Kriterien ihren Fall bewertet und anschließend ein Angebot unterbreitet. Auf Basis von:
- erwarteter Prozessdauer,
- den Erfolgsaussichten,
- und dem Streitwert
erhalten Sie ein individuelles Angebot. Diese Auslagerung des Kostenrisikos bedeutet aber auch, dass Sie im Falle eines unerwartet hohen Urteils, bspw. bei Schadensersatz, nur die vordefinierte Summe erhalten oder ganz leer ausgehen, wenn Sie den Prozess als Titel im Vorfeld ganz abgetreten haben.
Rendite mit Recht, mit Bitcoin, Ethereum und Co.
Sie haben einen Anwalt ausgewählt, der einer Zahlung seines Honorars mit Kryptowährungen zustimmt, und sind jetzt unsicher, ob nicht eine vollständige Prozessfinanzierung besser wäre? Rendite mit Recht greift genau hier und bietet alternative Perspektiven, wenn Ihnen ein langwieriger Rechtsstreit bevorsteht, dessen Ausgang ungewiss ist. Beleihen Sie einfach Ihre Kryptowährungen bei speziellen Anbietern, die sich mit der Prozessfinanzierung auskennen.
Ihre verwahrten Kryptos dienen dann als Sicherheit für den Anwalt. Während des Verfahrens entscheidet sich schnell, ob die Aussichten auf Sieg stehen. Falls dem so ist, brauchen Sie nichts weiter zu tun. Ihre gespeicherten Kryptowährungen werden vom Anwalt wieder freigegeben. Sie erhalten darüber hinaus entsprechende Zahlungen, wenn dies im Urteil vorgesehen ist. Nur für den Fall, dass Ihr Rechtsstreit ungünstig für Sie ausgeht, greift das Unternehmen auf Basis der entsprechenden Prozesskosten auf die gespeicherten digitalen Werte zu.
Wie kommt es zur Rendite?
Über zwei Wege führt Rendite mit Recht auch tatsächlich zu Gewinnen, und zwar wenn:
- Sie ihre gespeicherten Kryptowerte anderen für ihren Rechtsstreit leihen und Zinsen erhalten. Weitere Informationen dazu finden Sie in unserem Artikel;
- die beliehenen Kryptowährungen während der Sperrfrist beim Prozessfinanzierer im Wert steigen. Aktuelle Krypto-Kurse gibt es hier.
Rendite mit Recht bietet vielseitige Möglichkeiten, ihren Anwalt mit Kryptowährungen zu bezahlen. Sollten Sie sich noch gar nicht mit dem Thema der Prozessfinanzierung befasst haben, beantworten wir gerne Ihre Fragen. Füllen Sie einfach unser Kontaktformular aus und geben Sie uns 2 bis 3 Werktage für die Beantwortung. Wir melden uns aber ganz bestimmt bei Ihnen!
Die wichtigsten Fragen zu Anwälten, die Kryptowährungen akzeptieren
Müssen Anwälte Kryptowährungen akzeptieren?
Nein, Anwälte sind keineswegs dazu verpflichtet, von Mandanten mit Kryptowährungen bezahlt zu werden. Allerdings steigt die Zahl der Rechtsanwälte, die Bitcoin, Ethereum oder Ripple akzeptieren, da immer mehr Anleger in digitale Währungen investieren. BTC, ETH oder XRP bieten gute Renditechancen, da ihre Kurse stark volatil sind, also häufig schwanken.
Kann ich meinen Anwalt auch mit anonymen Coins wie Monero bezahlen?
Selbst wenn ein Anwalt die sogenannten Privacy Coins wie Monero akzeptiert, sollten Sie von dem Angebot Abstand nehmen. Bei den Transaktionen kommen verschiedene Technologien zum Einsatz, die Absender- und Empfängeradressen verschleiern. Damit ist es unmöglich nachzuvollziehen, wer die beiden Handelspartner sind. Ihr Geld landet unter Umständen bei unseriösen Anbietern.
Was kostet ein Anwalt für Prozessfinanzierung?
Die Prozessfinanzierung muss nicht vom Anwalt angeboten werden, dafür gibt es spezielle Finanzierer am Markt. Die Kosten für die individuelle Finanzierung ihres persönlichen Rechtsstreits hängen von vielen Faktoren ab. Je nach Sitz des Prozessfinanzierers gelten auch gewisse Gesetze als Mindeststandard für die Berechnung, bspw. beim Streitwert.
Wo finde ich einen Anwalt, den ich mit Kryptos bezahlen kann?
Da ständig mehr Akzeptanzstellen für digitale Währungen hinzukommen, kann es schwierig sein, schnell einen Anwalt zu finden, der einer Bezahlung mit Kryptowährungen zustimmt. Daher haben wir eine stets aktuelle Liste für Sie zusammengestellt. Sie können keinen passenden Anwalt finden oder niemanden in Ihrer Region? Dann schreiben Sie uns eine kurze E-Mail und wir besorgen Ihnen den passenden Partner.

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